Monday, 26. december 2011 1 26 /12 /Dez. /2011 12:27

Vom 29.11. bis 16.12.2011 waren wir in Thailand. Erste Station war Bangkok, die 11 Millionen-Stadt, die nie schläft. Tempel sind da eine Oase der Ruhe für den lärm- und abgasgeplagten Touristen.

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Die 46 Meter lange und 15 Meter hohe Kollossalstatue des liegenden Bhudda im Wat Pho ist das Highlight in Bangkok.

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In der riesigen Tempelanlage sind über 70 Chedis, zahllose Gebetshallen (Viharn) und die goldenen Bhuddas geradezu inflationär.

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Der Rest von Bangkok ist Beton, der Verkehr kollabiert ständig.

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Mit dem Nachtzug erster Klasse im Schlafwagen ging es am 30.11. 750 Kilometer nach Norden. Fahrtdauer: 14 Stunden.

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Chiang Mai ist Provinzhauptstadt und mit unter 200.000 Einwohnern recht übersichtlich.

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Ein unvergessliches Erlebnis war ein Tag als Mahout. Mit Berufskleidung, Lektionen in Elefantisch und einem Bad mit den Elefanten.

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Typisch in Asien sind Night-Markets, deren Stände von 17-23 Uhr geöffnet haben. In Chiang Mai hat uns dabei allerdings ein heftiger Regenguss überrascht.

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Nahe Chiang Mai und gut mit dem Mietroller zu erreichen ist der zehnstufige Mae Sa Wasserfall. Hier wächst Bambus, der bis zu vier Meter hoch werden kann.

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Einsame Insel: Mehrere Stunden Busfahrt von Phuket und eine Bootsfahrt später erreichten wir am 5.12. Koh Chang. Eine Insel ohne jegliche Infrastruktur. Einfache Holzhütten mit fantastischem Meerblick und Strom nur von 17-22 Uhr.009

Von der schmalen Betonpiste aus, die als Evakationsroute bei Tsunamis dient, besticht die üppige Vegetation mit Blick auf die verschiedenen Buchten.

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Die Andamanensee ist eines der Top-10-Tauchziele weltweit. Unter Wasser sieht man die Hand vor Augen nicht mehr - wegen der vielen Fische.

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Der letzte Tag: Ayutthaya war im 14. Jahrhundert die alte Konigsstadt Siams - also des größten Teils Südostasiens - gewesen und wurde von den Birmesen zerstört.

von sabine
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Wednesday, 2. november 2011 3 02 /11 /Nov. /2011 12:43

...so hieß der neue Slogan der berühmten Jung von Matt-Agentur für Schlecker. Als dann ein Schlecker-Angestellter bei Facebook verlauten ließ, dass das Denglisch die Kundschaft aus der Unterschicht nicht störe, war der Schaden groß. Selbst Schuld.

Wir waren auch "for you vor Ort". Am vergangenen Wochenende in Dortmund, der flächenmäßig zweitgrößten Stadt Deutschlands. Eines der Industrikulturhighlights ist die ehemalige Kokerei Hansa.

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Bis in die 50er Jahre hinein war zusätzlich noch ein Zechenbetrieb vor Ort, hier die Kaue.

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Jeder hatte eine Nummer, manche sogar zwei. Das sind die Befestigungen für das Herablassen der Kauenkörbe.

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Viel zu Koks gebackene Kohle erzeugt viel Hitze - raus damit!

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Die Rollen des Kohlenförderbandes sind noch im Panoramagang zu sehen, das Gummi fehlt.

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Die Kokereigase wurden eigens gesammelt und durch Rohre an die RWE geleitet und  verkauft.

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Messen, Regeln, Leiten - und ne Pulle Bier.

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Mit riesigen Kompressoren wurde das Kokereigas verdichtet.

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Interessierte Zuhörer und -schauer der inbegriffenen Führung.

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Im Löschbecken für den 1100 Grad heißen Koks leben heute Goldfische.

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Die Zerfallsprodukte wurden durch Teerabscheider geleitet und mit Kühltürmen gekühlt.

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Die Natur erobert das Kokereigelände zurück.

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Noch eine rostige Impression der gigantischen Anlagen.

 

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Zum Abschluß: Stippvisite an das ganz neue, wie vom Reißbrett entstandene Gebiet des Phoenixsee. Die Emschergenossenschaft hat hier den über fast ein Jahrhundert als Abwasserkanal dienenden, oberirdischen Wasserlauf tatsächlich zu einem naturbelassenen See hinbekommen. Diese Renaturierung ist ein Jahrundertprojekt im Ruhrgebiet - und echt stimmungsvoll.

 

von sabine
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Monday, 26. september 2011 1 26 /09 /Sept. /2011 17:33

 

Der Altweibersommer. Der hat auch uns, wie Millionen Menschen, am Wochenende nach draußen gelockt. Freizeitgestaltung im Massenformat - auf der Erzbahntrasse war mehr los, als auf dem bald nahenden Weihnachtsmarkt. Jogger, Fahrradfahrer, Spaziergänger...SDC11248

Und alle machen an der Weggabelung Gelsenkirchen-Essen Pause. Unser Ziel: Bottrop. Auch nicht gerade eine Perle des Ruhrgebiets, aber eben mit deftigem Ruhrpottcharme.

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Prosper fackelt noch, hier gibts gleich Koks. Zwar aus Importkohle, aber immerhin.

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Nach rund 35 Kilometern, etlichen Malen verfahren - trotz Fahrradkarte (ohne Straßennamen, wie schlau) und dank fehlender Schilder - waren wir am Tetraeder. Eine Stahlkonstruktion, die nur an Seilen aufgehängt ist und einen tollen Aus- und Anblick bietet.

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Weit im diesigen Himmel: Gasometer Oberhausen.

 

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Endlich: Das war der dritte Anlauf, auf die moderne Pyramide zu klettern!

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Spektakuläre Kraftwerke vor grüner Kulisse.

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Das Haldenerlebnis Emscherblick, so der offizielle Name, ist übrigens über 346 Treppenstufe (unteres Ende der Pyramide) erreichbar, dann kommen noch einmal rund 50 Meter. Dafür hat man ein schönes Karussellfeeling. Die lange Tour hat sich auf jeden Fall gelohnt.

von sabine
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Saturday, 13. august 2011 6 13 /08 /Aug. /2011 21:34

Gelsenkirchen. Das ist auch so ein Un-Highlight des Ruhrgebiets. Hässliche Innenstadt, im 2. Weltkrieg alles zerbombt, schnell und billig wieder aufgebaut. So war auch der Gelsenkirchener Zoo. Eine Katastrophe mit engen, ungepflegten und überhaupt nicht artgerechten Gehegen. Alle in der Region waren  heilfroh, als die armen Tiere das nicht mehr erdulden mussten und der Zoo schoss. Seit einigen Jahren hat aber ein neuer Betreiber das Gelände in Angriff genommen und daraus die "Zoom Erlebniswelt" gemacht. Neudeutsch für Zoo. Der Eintritt, mit 16,50 Euro doppelt so teuer wie woanders, kommt schon den Gehegen zugute.

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Besonders viel Mühe und liebevolle Kleinarbeit ist in das Gehege geflossen, das zuerst eröfnnet wurde: Alaska. Elche und Rentiere haben viel Platz und führen gerade Machtkämpfe aus.

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Die Wege mäandern durch das Waschbärengehege - so genannt, weil die ziemlich frechen Viecher ihr Essen im Wasser wälzen.

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Wie die meisten Tiere waren auch die Kamschatka-Bären noch im Nachmittagsschlaf. Eigentlich müssen Zoos ja ab 17 Uhr öffnen, da sieht man die Tiere wenigstens aktiv.

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Selbst einen künstlicher Wasserfall haben die Zoodesigner eingerichtet. Hinüber über die Hängebrücke geht es zur zweiten Alaska-Station mit Seehunden und Eisbären.

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Die Seehunde machen ziemlichen Radau und rufen.

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Besonders natürlich der Chef der Bande. Schön ist, dass man einige Fenster unter Wasser hat, durch die man die Seehunde beobachten kann. Irre schnell.

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Ein neugieriger Seehund frisst Algen vom Stein und erfreut die Besucher.

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Ratebild: Was ist das????

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Auflösung: Die Gelsenkirchener Version von Knut. Der Eisbär hatte sich einen Spass daraus gemacht, mit den Pfoten gegen die Glasscheibe zu prallen, sich abzustoßen und in einer spektakulären Rolle Rückwärts wieder seine Runde zum Felsen fortzusetzen.

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Jäger - Wolf.

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Und gejagte: Elche. Gut geschützt durch den Zaun, ätsch!

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Das ist das Areal des Afrika-Geländes. Eines vorweg: Elefanten gibt es im Gelsenkirchener Afrika nicht. Hier ist deutlich weniger Geld, Kreativität und Arbeit hereingeflossen.

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Immerhin, Giraffen, Gnus, ein paar Büffel - die Landschaftsgestaltung ist schon sehr gut der Serengeti nachempfunden.

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Und die süßen, immer aufmerksamen Erdmännchen.

 

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Nicht fehlen darf: das Löwenpäärchen. Er immerhin sehr aufmerksam, während sie pennt. Und, Thema Löwe. Wir befinden uns ja im Sternzeichen Löwe. Und genau an diesem Wildnistag hatte nun auch Stefan Geburtstag - Sternzeichen Löwe. Mit dem neuen Drucker (das Geschenk) steht hoffentlich dem Album aus Mexiko (auch wild!) nichts mehr im Wege.

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von sabine
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Friday, 12. august 2011 5 12 /08 /Aug. /2011 09:56

In einem ehemaligen Gasbehälter, mehr als 100 Meter hoch und fast 70 Meter im Durchmesser umfassend, findet derzeit die Ausstellung "magische Orte" statt.

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Der größte Gasbehälter Europas mit Stand in Oberhausen weckt sehnsüchte nach fernen Orten. In gigantischen Formaten werden die schönsten Plätze der Erde vorgestellt - einige, die man kennt, andere, die man noch nicht gesehen hat. Leider sind letztere in der Überzahl und wecken Fernweh.

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Die Ausstellung beginnt mit der Entstehung von Leben: Wasser, Lava, Gestein. All die Zutaten, die unsere magischen Orte bestimmen.Im Zentrum steht der rund 70 Meter hohe Baum des Lebens.

 

Weiter geht es mit Serengeti, Chicen Iza, Rom oder Paris, Angkor Wat, den Pyramiden - und eben dem Gasometer. Denn auch er ist ein magischer Ort.

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Wasserwege wie der Rhein-Herne-Kanal und die Emscher liegen hier dicht beieinander. Der Blick reicht bis nach Duisburg, dem westlichen Ende des Ruhrgebietes. Von einem solchen Anblick lässt man sich nicht abhalten - auch wenn es stürmisch ist!

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von sabine
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Monday, 8. august 2011 1 08 /08 /Aug. /2011 20:19

Ein Kleinod mitten im weniger hübschen oder bekannten Herne ist seit einiger Zeit entstanden: Das Museum für Archäologie. Gestartet wird mit einem versteinerten Wald.

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Gestartet wird mit einer Epoche von vor rund 400.000 Jahren, über Eiszeiten, Mammuts und den Weg nach England, der zu Fuß begehbar war. Originell sind die Archäologischen Stätten nachgebildet.

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Wirbelkörper von Mammuts bilden einen von unten beleuchteten Weg

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In Schatzkisten finden sich Reste der Bewohner von vor rund 30.000 Jahren: Wollnashorn, Höhlenbär oder Höhlenlöwe - alle bedeutend größer als ihre heutigen Nachfahren.

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Dann der Fund von Neandertalern und Chromagnon-Menschen, die beide fast 10.000 Jahre - soweit ich mich erinnere - gleichzeitig die Welt bevölkerten. Schädelknochen, die Mangelernährung oder Erkrankungen zeigen.

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Das Feuer war zentrales Element,  um überhaupt Fortschritt und Entwicklung zuzulassen. Dafür entstanden später auch Kochelemente, die schwebend angeordnet sind.

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Während die Jäger langsam seßhaft wurden und Getreide angebaut sowie Vieh gezüchtet haben, kam ihnen das Klima in die Quere. Durch die Erwärmung nach der Eiszeit auf eine Durchschnittstemperatur von 5 Grad kam es zu großen Überschwemmungen, Ernten wurden vernichtet und alles musste wieder aufgebaut werden.

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Das forderte auch menschliche Opfer - hier die Ausgrabung einer weiblichen Leiche. Und zuletzt. Auch Osteoporose gab es in Urzeiten bereits, das Foto kann ich dann sogar beruflich verwenden:

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von sabine
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Sunday, 7. august 2011 7 07 /08 /Aug. /2011 20:03

Endlich. Donnerstag scheint die Sonne! Kräftig. Und der Wetterbericht verheisst Gutes. Statt Kultur kommt also spontan der Badesee auf den Plan, längst überfällig. Die Wahl fiel auf den schönsten: Haltern.

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Das Trinkwassergebiet Halterner See unter der Herrschaft von Gelsenwasser ist die schönste Schwimmgelegenheit. Ein Kilometer Sandstrand, fast leer -  und das zur Ferienzeit! - mit einem Schwimmerbereich, den man in einer halben Stunde abschwimmen kann. Herrlich.Leider laden die anderen Fotos nicht hoch, schade. Rechts der Mitte ist der aufblasbare Eisberg von Gelsenwasser, der offenbar sehr schwer zu erklimmen ist - ich habe mir dann die Peinlichkeit erspart, wie eine Flußpferd dort wieder herunterzuklatschen.

von sabine
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Saturday, 6. august 2011 6 06 /08 /Aug. /2011 19:04

Wenn das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum die Sonderausstellung "Schätze der Anden" ankündigt, erwartet man üblicherweise auch etwas über die Eroberungsgeschichte, über Edelmetalle und den Kampf der Spanier darum. Die Spanier mussten mit enttäuschten Erwartungen abziehen, Gold war in den Anden nicht zu holen. Und unsere Erwartungen wurden auch ein wenig enttäuscht, denn es ging rein um den Kupferabbau in Chile. Das Chilekupfer zeichnet sich als weltweit einziges mit einem extrem hohen Kupfergehalt aus.

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Neben Kupferkabeln und Rohren wird das chilenische Kupfer in erster Linie für die Elektronikindustrie verwendet, bei der es auf Reinheit ankommt. Dargestellt war auch ein berühmtes chilenisches Minendorf in den Anden als Fotoserie auf den im Halbrund angebrachten Vorhängen.

Bergbaumus Anden

Die Touchscreens zeigten aber in erster Linie Firmenfilme für Investoren, in der die Produktions- und Verarbeitungsstätten, Häfen und Labors hoch gelobt wurden. Zuviel PR für Museumsbesucher für meinen Geschmack. Besonders interessant aber die Dahlbusch-Bombe, die die 33 verschütteten Bergabeiter aus Chile nach rund 2 Monaten wieder an die Oberfläche der Erde holte.

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Gar nicht so eng, man kann sogar die Arme anwinkeln. Ist schon ein erhebendes Gefühl, in dieser Bombe zu stehen.

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Und wem nach den ganzen Touchscreens, Filmen und Schrifttafeln noch nicht die Augen wehtaten, musste nur wieder den Gang zur Sonderausstellung herunterlaufen - davon kriegt man auf Dauer Augenkrebs!

von sabine
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Friday, 5. august 2011 5 05 /08 /Aug. /2011 19:16

 

Auf geht's zum Duisburger Binnenhafen: Morgens pünktlich den Zug erwischen trotz des Ziehens von Tickets am Automaten, gequetscht in das Radabteil der Bahn, in dem bereits 6 andere Fahrräder lagerten und durch die Innenstadt mit dem Rad zum Hafen - das war ordentlich stressig.

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Uff, gerade noch eben geschafft und rauf aufs Schiff mit "Zwangsgastronomie".

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Die zweistündige Fahrt startet an den Zolltürmen.

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Kräne beladen im Eiltempo die Schiffe des größten Binnenhafens der Welt. Von hier aus laufen 3 Wasserwege in das ganze Bundesgebiet und in die Nachbarländer wie Polen.

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Gichtgas, das bei der Kokerei anfällt, kann hier rückstandslos verbrannt werden.

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Da die deutsche Steinkohle unseren Kraftwerken zu teuer ist, wurde der Bergbau hier ja in den letzten Jahren fast vollständig eingestellt. Doch die RAG hat sich auf andere Art unsterblich gemacht: Die Importkohle besitzt nur einen Bruchteil des Brennwertes der deutschen Kohle, auf diese aber sind die Kraftwerke ausgerichtet. So hat RAG hier eine patentierte Mischanlage aufgebaut.

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Kraken verladen Schrott auf der danach benannten Schrottinsel.

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Ein Schiff am Trockendock wird gerade überholt.

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Zwischen Schrott- und Kohleninsel - auf der heute kein Betrieb mehr läuft - nisten Kormorane. Sie sind im Winter zu hunderten immer pünktlich um 8.30 Uhr vor Ort, wenn andere Gewässer keine Nahrung mehr hergeben.

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Bei Gastankern gelten besondere Vorschriften, damit auch ja nix explodieren kann - das ist auch gut so.

Den Rückweg haben wir dann mit dem Rad bestritten. Zunächst einmal gilt es, dem richtigen Wasserweg zu folgen: Der Ruhr, nicht dem Rhein, nicht dem Rhein-Herne-Kanal und nicht einigen anderen Seitenkanälen.

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In den Flußauen grasen Pferde und ein Esel.

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Klettern um des Fotos willen. Der ein oder andere wuchtete mal eben sein Rad über die Absperrung.

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Zwischenstopp mit Eis am Aquarius Wassermuseum Mülheim, in dem man Stauseen regulieren kann - ist gar nicht so einfach, ohne das Teil gleich wieder trockenzulegen!

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Die Aussicht von Mülheim nach Oberhausen mit Blick auf den Gasometer.

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Rückhaltebecken und Industrieambiente sorgen für sauberes Trinkwasser.

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Typisch, wie überall im Ruhrgebiet: Kleingartenanlagen. Das Mini-Stück Natur mit eigenem Gemüse. War zu Nachkriegszeiten überlebenswichtig.

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Der Wasserturm speicherte früher eine halbe Million Liter Wasser,  heute sind es noch 50.000. Da kann man sogar drüberlaufen (auf Gitterböden selbstverständlich).

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Weiter dem verschlungenen Lauf der Ruhr folgend, quert die A 52 den uralten Leinpfad zwischen Essen, Mühlheim und Bochum. Da fahre ich täglich oben drüber, zur Arbeit.

von sabine
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Thursday, 4. august 2011 4 04 /08 /Aug. /2011 22:17

Dem Grafen von Plettenberg ist eine kleine, wenig bekannte Perle Nordrheinwestfalens zu verdanken: Schloss Nordkirchen.

 

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Ein romantisches Wasserschloss, das später, von seinen ungarischen Esterhazy-Erben, an das Land NRW verkauft wurde und heute die Hochschule für Finanzen beherbergt.

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Die Sphinx am Eingang zum Schoss ist nicht so ganz stilecht.

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Der schöne Schlossgarten dagegen schon.

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Schmiedeeiserne Leuchten erhellen abends den Innenhof.

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Das Schlossgespenst,hihi.

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Herr von und zu Plettenberg ließ sich ja nun wirklich nicht lumpen.

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Überall im Schlossgarten und im Lustgarten begegnen einem Eber. Der Herr war wohl begeisteter Wildschweinjäger, nehme ich mal an.

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Das Türmchen mit dem obligatorischen Klo.

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Und natürlich ein Ehrenplatz für die fleißigen Jagdhunde, die offenbar bei der Wildschweinjagd geholfen haben.

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Noch ein letzter Blick auf den Mini-Irrgarten. Dann geht es von Lüdinghausen per Inlineskates nach Olfen, dort am Ternscher See entlang und auf der anderen Seite des Kanals zurück nach Lüdinghausen - Tourlänge ca. 35 km und Tourdauer mehr als zwei Stunden. Da hat man sich abends das Grillwürstchen echt verdient, uff.

von sabine
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